Hother Scharling: Mit der Fünfmastbark „København“ um die Welt. Übersetzt von Andreas von Klewitz

kobenhavn cover front2018 jährte sich zum 90. Mal die Tragödie der dänischen Fünfmastbark „København“. Nach neun erfolgreichen Fahrten als Segelschul- und Frachtschiff für die Ostasiatische Kompanie (ØK) verschwand sie im Dezember 1928 spurlos, nachdem sie zunächst von Kopenhagen nach Buenos Aires gesegelt und von dort aus Richtung Südaustralien aufgebrochen war. Für Dänemark war der Verlust in mehrfacher Hinsicht eine Katastrophe. Einerseits war der 1921 im schottischen Leith vom Stapel gelaufene stählerne Fünfmaster das damals größte Segelschiff der Welt und der Stolz der dänischen Handelsmarine, andererseits hatten zur Besatzung 45 junge Kadetten gehört, deren Schicksal einmal mehr die Zweckmäßigkeit einer seemännischen Ausbildung auf Großseglern in Frage stellte.

Die Übersetzung schildert die erste Reise der „København“ vom 26. Oktober 1921 bis zum 7. November 1922. Sie wurde vom dänischen Schiffsarzt Hother Scharling (1873-1944) unter dem Titel „Med femmastet Bark ‚København‘ Jorden rundt“ zu einem Buch zusammengefasst und 1923 im Kopenhagener Gyldendal-Verlag veröffentlicht. Der bislang nur in dänischer Sprache vorliegende Bericht spiegelt ein hierzulande nahezu unbekanntes Stück Seefahrtgeschichte wider und illustriert, welche Bedeutung Großsegler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für die Ausbildung maritimen Nachwuchses besaßen.

Erschienen bei epubli August 2020: https://www.epubli.de/shop/buch/der-F%C3%BCnfmastbark–%E2%80%9EK%C3%B8benhavn%E2%80%9C-um-die-Welt-Hother-Scharling-Andreas-von-Klewitz-9783752990157/102702

e

 

Flaschenpost aus Afrika

cover.flaschenpostDie Geschichte von Master Thomas Law und dem Schiffbruch des Ostindienfahrers „Grosvenor“

In den frühen Morgenstunden des 12. August 1782 strandet der englische Ostindienfahrer „Grosvenor“ vor der Ostküste Südafrikas. Unter den Passagieren befindet sich der Junge Thomas Law, der mit anderen Überlebenden eine schier endlose Wanderung beginnt, unterwegs erkrankt und, von seinen Gefährten totgeglaubt, in der Wildnis zurückgelassen wird. Laws vermeintliches Ende öffnet ihm die Tür zu einer vollkommen neuen Welt. Er wird von Eingeborenen gerettet, nimmt ihre Sprache und Sitten an, muss aber auch das Leid teilen, das von benachbarten Stämmen und Soldaten über sie gebracht wird. Schließlich kommt er wieder mit Reisegefährten der „Grosvenor“ zusammen und lebt mit ihnen in einer offenen Gemeinschaft, frei von allen Vorurteilen und Zwängen der bürgerlichen Welt.

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit, auch die darin erwähnten Personen haben tatsächlich existiert. Die Handlung hingegen ist fiktiv, als von der Besatzung der „Grosvenor“ lediglich vier Männer nach England zurückkehrten. Was aus den übrigen Reisenden geworden ist, ist bis heute nicht geklärt. Der Umstand, dass spätere Suchexpeditionen von auffällig hellhäutigen Menschen in der Region des Schiffbruchs berichteten, lässt vermuten, dass weit mehr Menschen die Katastrophe überlebten und wie der Protagonist in Afrika eine neue Heimat fanden.

Veröffentlichung 2020, erhältlich bei Epubli: https://www.epubli.de/shop/autor/Andreas-von-Klewitz/15558

Schlösser und Herrenhäuser im niederschlesischen Kreis Strehlen/Strzelin – Ein gefährdetes europäisches Kulturerbe

titel buch strehlenRestexemplare des 2002 im C. A. Starke Verlag Limburg veröffentlichten Buchs über Architekturdenkmäler im ehemals niederschlesischen Landkreis Strehlen. 115 Seiten mit zahlreichen S/W-Abbildungen, einem deutsch-polnischen Ortsnamenverzeichnis und Personenregister. Begrenzte Anzahl, auf Wunsch signiert. Privatverkauf, Preis auf Anfrage.

Vergangene Veranstaltungen (ab 2017)

  • 11. Januar 2019: Lesung „Café Vaterland“ zum 100. Jahrestag des Spartakusaufstandes, Ort: Morgenstern Antiquariat und Café, Berlin-Steglitz
  • 4.12.2018: Kurzlesung „Eisenhandschuhs letzte Reise“ im Literaturhaus Berlin (Kaminzimmer-Lesungen VS Berlin)
  • 15.11.2018: Lesung „Eisenhandschuhs letzte Reise“ mit dem Sylter Musiker und Komponisten Jürgen Borstelmann in der St. Thomas-Kirche Hörnum/Sylt
  • 26.10..2018: Lesung „Eisenhandschuhs letzte Reise“ im Wein- Und Rumhaus Braasch in Flensburg
  • 13.10.2018: Lesung „Kegilé“ in der Ev. Kirchengemeinde Nieder Neuendorf,
  • 25.5. 2018, 2018: Lesung „Kegilé“ in der Stadtbibliothek Hohen Neuendorf
  • 11.5.2018: Lesung „Kegilé“ im Café Morgenstern, Berlin-Steglitz
  • 28.2.2018: MALUTKI, Lesung und Ausstellung mit Lilla von Puttkamer, Jan von Klewitz u.a. im „Luftraum“, Maienstr. 4, 10787 Berlin
  • 13.12.2017: Lesung „Das Lied des Polyphem“ im Stahnsdorfer Hof, 14532 Stahnsdorf
  • 23.11.2017: Lesung „Eisenhandschuhs letzte Reise“ mit Organist/Komponist Jürgen Borstelmann in der dänischen Gemeinde in Westerland/Sylt
  • 6.11.2017: Themenabend Nordische Botschaften mit dem dänischen Autor und Übersetzer Mich Vraa (Roman „Haabet“/Die Hoffnung), Vorstellung von „Eisenhandschuhs letzte Reise“
  • 20.10.2017: Lesung „Das Lied des Polyphem“ im Städtischen Museum Halberstadt
  • 23.9.2017: Lesung „Der Erzchinese“ in der Ev. Kirchengemeinde Nieder Neuendorf
  • 22.9.2017: Lesung „Das Lied des Polyphem“ im Café Morgenstern, Berlin-Steglitz

Malutki

malutki frontMalutki“ ist eine Gemeinschaftsarbeit der Berliner Malerin und Zeichnerin Lilla von Puttkamer und des Autors Andreas von Klewitz. Anhand eines dörflichen Hochzeitsfestes beschreibt sie die Problematik, jahrhundertelang gewachsene Lebensformen in einer zunehmend technisierten Welt zu bewahren. Im Mittelpunkt steht ein in der Stadt arbeitender junger Mann. Zu einer Hochzeit in sein Heimatdorf eingeladen, reagiert er zunächst ablehnend, bemerkt aber bald, dass die Welt seiner Eltern und Großeltern mit ihren sonderbaren Bräuchen und Regeln ihre Vorzüge hat. Ein Schlüsselerlebnis lässt ihn schließlich eine Entscheidung treffen und seinem bisherigen Leben den Rücken kehren.

„Malutki“ ist mehr als nur ein Bilderbuch. Die Geschichte regt dazu an, sich mit Gesellschaftsformen und Wertesystemen der westlichen Welt auseinanderzusetzen und sie kritisch auf den Prüfstand zu stellen. Lilla von Puttkamers Familie hat Wurzeln in Ungarn, Andreas von Klewitz lebte als Kind in Jugoslawien. Beide haben traditionelle Lebensformen in Ost- und Südosteuropa kennengelernt, die Zukunftspotential besitzen und weiterentwickelt werden können.

Buchveröffentlichung September 2017 bei Epubli

Abyssale Wunderwelten – Carl Chun und die erste deutsche Tiefseeexpedition 1898/99

titel carl chun epubli front

Carl Chuns „Aus den Tiefen des Weltmeeres“ gehört zu den beeindruckendsten Werken deutscher Wissenschafts- und Expeditionsgeschichte. Insgesamt zweimal aufgelegt (1900 und 1903), ist es mehr als ein farbenfroher Reisebericht aus der Zeit Kaiser Wilhelms II. Es spiegelt ein Unternehmen wider, das neben der Erforschung abyssaler Lebensformen die Erkundung fremder Völker und Kulturen zum Gegenstand hatte. Die Expedition, die erste ihrer Art in Deutschland, wurde 1898 mit großem finanziellen Aufwand in Gang gesetzt. Als Chuns Team im Mai 1899 nach Deutschland zurückkehrte, hatte man insgesamt vier Meeresgebiete befahren, 32 000 Seemeilen zurückgelegt und über 260 Stationen bearbeitet.

Das vorliegende Buch, 2013 erstmals im Parthas Verlag Berlin veröffentlicht und jetzt bei Epubli in einer neu gestalteten Fassung erschienen, erhebt keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. In diesem Sinne wurde auf Fachterminologie weitgehend verzichtet und das Erlebnis Expedition unter Verwendung von Originalmaterial in den Vordergrund gestellt.

Bestellplattform Epubli: https://www.epubli.de/shop/buch/Abyssale-Wunderwelten-Andreas-von-Klewitz-9783745013481/66697

Rezensionen (Parthas-Fassung):

Online-Rezension falter.at

Online-Rezension Elementares Lesen

Online-Rezension WortstarkeKritiken

ZDF Mediathek Buchempfehlung

GEOMAR Kiel, 21.11.2013

 

 

„Nur einen Tag Maler sein und dann sterben…“ – Walter Leistikow im Spiegel seiner Zeit

cover leistikow f. wordpress

Kaiser Wilhelm II. schimpfte, er hätte ihm „den ganzen Grunewald versaut“, Lovis Corinth, Max Liebermann und Gerhart Hauptmann lobten seine Fähigkeiten und Zivilcourage: Walter Leistikow. 1865 als Sohn eines Apothekers in der Provinz Westpreußen geboren, entwickelte er sich zum malenden Kosmopoliten, der an den kunstreformerischen Strömungen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts entscheidend teil hatte. Leistikow war Mitbegründer der „Vereinigung der XI“ und der Berliner Sezession. Darüber hinaus verkehrte er mit namhaften Künstlern im In- und Ausland und verteidigte den noch unbekannten Edvard Munch gegen die Häme des wilhelminischen Establishments. Als er 1908 seinem Leben ein Ende setzte, war die Kunstwelt schockiert. Corinth widmete ihm eine Biografie, Kunstkritiker bescheinigten ihm schöpferische Eigenständigkeit und Unabhängigkeit. Das vorliegende Buch basiert auf Aussagen von Zeitgenossen. Dabei wird nicht nur der Künstler, sondern auch der Mensch Walter Leistikow unter die Lupe genommen.

Veröffentlicht bei Epubli 2017: https://www.epubli.de/shop/buch/%E2%80%9ENur-einen-Tag-Maler-sein-und-dann-sterben%E2%80%9C—Walter-Leistikow-im-Spiegel-seiner-Zeit-Andreas-von-Klewitz-9783745094749/65230

„Als vor Zeiten …“


cover ursinus epubli

Eine Dokumentation über den kurbrandenburgisch-preußischen Oberhofprediger und Bischof Benjamin Ursinus von Bär (1646-1720)

Das Buch, 2011 erstmals im Zenkert Verlag Mahlow erschienen, dokumentiert in einer gründlich überarbeiteten Neuauflage den Werdegang des kurbrandenburgischen Oberhofpredigers und Bischofs Benjamin Ursinus von Bär (1646-1720). Anhand von zeitgenössischen Dokumenten beschreibt es seinen Werdegang vom Prediger der reformierten Gemeinde in Köln bis zu seiner Ernennung zum „Consecrator“ des brandenburgischen Kurfürsten und späteren Königs Friedrich I. in Preußen. Durch die Salbung Friedrichs zum ersten preußischen König am 18. Januar 1701 in Königsberg wurde Benjamin Ursinus gewissermaßen Taufpate der preußischen Monarchie. Friedrich I. übertrug ihm in der Folgezeit zahlreiche Aufgaben, darunter die Unionsverhandlungen zwischen Reformierten und Lutheranern, die geistliche Erziehung des Kurprinzen und späteren „Soldatenkönigs“ Friedrich Wilhelm I. und die Taufe des Kronprinzen Friedrich, des späteren Friedrich des Großen.

2017 als Printversion bei Epubli veröffentlicht: https://www.epubli.de/shop/buch/%22Als-vor-Zeiten-%22-Andreas-von-Klewitz-9783745060829/64424

 

 

Eisenhandschuhs letzte Reise

eisenhandschuh-cover-mit-text-front

Leben und Sterben des Gouverneurs Jørgen Iversen Dyppel

20. Oktober 1671 – die Fregatte „Færø“ verlässt die Reede von Kopenhagen mit einem besonderen Auftrag – die Kolonisierung der Insel St. Thomas in der Karibik. Die dänische Westindien-Kompanie hat damit einen ebenso pflichttreuen wie eigenwilligen Mann betraut: Jørgen Iversen Dyppel. In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, ist die Ernennung zum Gouverneur für ihn ein Triumph, da er seine Erfahrungen als Weltreisender endlich unter Beweis stellen kann. Es ist aber auch der Beginn einer Tragödie, an der zahlreiche Umstände und nicht zuletzt Menschen teilhaben.

Der Roman basiert auf historischen Tatsachen. In drei Abschnitten wird Dyppels Lebensgeschichte erzählt, wobei der erste Teil seine Zeit auf St. Thomas schildert, im zweiten verschiedene „Zeugen“ Stellung nehmen, im dritten schließlich die zweite und letzte Reise des Gouverneurs aus der Sicht des Sohnes und der zweiten Ehefrau wiedergegeben wird. Offen bleibt bei den verschiedenen, teils gegensätzlichen Perspektiven, ob der Protagonist anders hätte handeln können. Als Mensch seiner Zeit war er an deren Konventionen gebunden und musste die ihm von König und Kompanie auferlegte Mission kompromisslos durchführen. Dass er am Ende selbst einem Gewaltakt zum Opfer fiel, ist nicht nur Ironie des Schicksals, sondern einer von vielen Fällen in der Weltgeschichte.

Erstveröffentlichung (Printausgabe/E-Book) bei Edition diá Berlin 2017, jetzt als Buch bei Epubli: https://www.epubli.de/shop/buch/Eisenhandschuhs-letzte-Reise-Andreas-von-Klewitz-9783750277236/94885

Rezension „Der Nordschleswiger“, Cornelius von Tiedemann, 22. 12. 2017